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Familienchronik
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Diese Seite ist unserem Sohn Sven gewidmet, der uns viel zu früh verlassen hat.
Er wird uns unvergessen bleiben.

 
Vorwort
Schon immer war der Wunsch vorhanden zu erfahren, wo die "Wurzeln" der Familie Vollrath sind. Nun sollte endlich die Frage, wo kamen sie her, beantwortet werden. Das Familienregister in Bensheim verwies auf Schannenbach. Bei der Suche im World Wide Web fand ich durch Zufall ein Buch von Hermann Bauer "Ein Dorf im Odenwald Schannenbach". War das der Einstieg in die Ahnenforschung, war es das gesuchte Schannenbach? Ein Anruf bei Herrn Bauer und ein Besuch bei ihm bestätigte die Vermutung. Obwohl das Buch längst vergriffen war, bekam ich von ihm ein Exemplar.. Mit großem Interesse las ich, was in dem Buch über Vollrath's alles stand. Mit diesem Wissen ging es dann in das Archiv der evangelischen Kirche in Hessen, wo die gesamten Kirchenbücher verfilmt vorliegen. Einen Tag lang suchte und kopierte ich, zusammen mit meiner Protokollführerin, Geburtseinträge, Heiratseinträge usw. Dann begann die Schwierigkeit diese zu lesen und richtig zuzuordnen, da sich die Vornamen immer wieder von Generation zu Generation wiederholten. Aber der Einstieg war geschafft. Dann lernte ich, über einige Umwege Herrn Walter Kredel in Rüsselsheim kennen. Er war die Quelle für die genealogischen Daten in dem Buch von Schannenbach. Von ihm erhielt ich viele wertvolle Hinweise über die Besonderheiten des Odenwaldes, was die Zuordnung der Kirchenspiele, die Religionen (lutherisch, calvinistisch, katholisch) die Ortsnamen usw. anbelangt. Vor allem aber stellt er mir seine Unterlagen und Chroniken zur Verfügung, die er über meine Familie hatte. Dafür möchte ich ihm hier ganz herzlich danken. Ohne seine Mithilfe und seine Hinweise, wäre es nahezu unmöglich gewesen all das zusammenzutragen, was ich hier in der Chronik niedergeschrieben habe. Von Herrn Kredel erhielt ich auch die Adresse von Herrn Kohl in Reichelsheim, der zahlreiche Kirchenbücher von Gemeinden im Odenwald verkartet hat. Er stellte mir weiter genealogische Daten über meine Familie zu Verfügung. Auch ihm einen herzlichen Dank. So konnte ich unsere Ahnenreihe bis in die Zeit des "Dreißigjährigen Krieges" zurückverfolgen. Groß war die Freude, als mir der Kirchenarchivar von Fränkisch Crumbach, Einblick in das fast 400 Jahre alte erste Kirchenbuch der Gemeinde gab. Hier wurde meine Familie zum ersten Mal auf Seite 98 erwähnt.
 
Bei dieser Gelegenheit lernte ich Heiner Wolf (Sprecher der Odenwaldgruppe der hessischen Familiengeschichtlichen Vereinigung) kennen. Von ihm erhielt ich sehr viele Daten zu unserer Familie. Dafür herzlichen Dank.
 
Aber der Blick ging nicht nur zurück. Groß war auch die Freude, als ich einen Verwandtschaftszweig, Nachkommen von Brüdern meines Vaters kennenlernte- von deren Existenz nichts bekannt war. Die Wirren und die Not des 1. Weltkrieges und der "Heldentod" unseres Großvaters hatten unsere Familie getrennt.
 
All die vielen Informationen, sowohl über unsere Familie als auch über die Gegebenheiten am Rande, oder aber über die Zeitgeschichte, habe ich versucht in diese "Chronik der Familie Vollrath" aus dem Odenwald niederzuschreiben. Eine Familienchronik wäre aber unvollständig, wenn nur eine Linie betrachtet wird. Deshalb habe ich auch einige weitere Linien meiner Familie in der Art eines Familienbuches dokumentiert.
 
Ich habe die Chronik ergänzt mit Kopien aus den Familienbüchern, wo die jeweiligen Einträge standen. Damit soll auch gezeigt werden, wie sich die Einträge von Taufen, Ehen und Sterbefällen sich im Laufe der Zeit verändert haben. .Mein Dank gilt all denen die mich mit Informationen, Hinweisen usw. unterstützt und Unterlagen zur Verfügung gestellt haben.
 

 
Die Geschichte der Familie Vollrath aus dem Odenwald

 
Die Geschichte unserer Familie beginn in Erlau einem kleinen Weiler westlich von Fränkisch Crumbach im Odenwald.. Erley (Erlau) wird schon am 14.August 1347 in einer Verkaufsurkunde erwähnt:
Originaltitl:1347 in vigilia assrumpcionis beate virginis gloriose
"Erkenger, Herr zu Rodenstein, bekundet, dass er bei dem Verkauf der Hälfte seines Anteils am Hause Rodenstein mit den zugehörigen Gütern und Gülten an Graf Wilhelm v. Katzenelnbogen 1) diesem zu wenig angewiesen hat, weshalb er noch folgende Güter hinzufügt: eine Hufe zu Laudenau (Ludenowe) genannt Buschmannshufe, eine Viertelhufe zu Eberbach, die Nesegastes innehat, und 10 Schilling Heller zu Erlau(-lei) von den Gütern desselben Nesegast. Diese Güter soll der Graf besitzen und nutzen, wie die darüber gegebenen Urkunden ausweisen"
In einer Urkunde vom 14.April 1433 werden dann auch "Armelute" erwähnt. Vielleicht gehörten unsere Ahnen auch dazu.
"Herman und Conrad von Rodenstein verkaufen dem Philipp von Katzenelnbogen, ihrem gnädigen lieben Jungherrn, ein Viertel an ihrem Schloss Rodenstein, Häuser, Scheuer, und was sie an Äckern und Wiesen in Burgfrieden liegen haben, sodann ihren Anteil an den Dörfern Neunkirchen, Lützelbach, Steinau, Laudenau, Winterkasten und Brandau, item das Gut zum Gompen, das Frude itzund besitzt, item Erley (Erlau), Burlebach, Michelbach und die Schafe zu Brandau, ihre Pferde und was sie zu Crumbach haben, das nit Lehen ist, und die Armelute um 1000 rheinische Gulden, wobei die Armelute bei ihrem Herkommen verbleiben sollen, unter Vorbehalt des Wiederkaufs. Auch wird ihnen gegönnt, in den Fischwassern der Pflege weiterhin zu fischen und zu jagen"
 
Das Erste noch erhaltenen Kirchenbuch von Fränkisch Crumbach beginnt ca. 1642 mit Taufen und ersten Heiratseinträgen Das Kirchenbuch wurde 1937 neu gebunden. Folgendes wurde dazu in der Heimatzeitung geschrieben. Es wurde auch Erstaunliches gefunden. Der Text wurde im Original aus den ersten Seiten des Kirchenbuches (nach Neubindung) entnommen. Er soll zum Nachdenken aber auch zum Schmunzeln anregen.
 
Aus der
" Heimat " vom Mai 1937
Von unserem ältesten Kirchenbuch

 
Von ihm haben unsre Leser schon oft gehört. Es beginnt im Jahre 1669 und bringt einzelne Taufeinträge bereits vom Jahre 1642, also noch aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Sein Pergamenteinband mit den in leuchtenden Farben glänzenden Buchstaben lockt alle Betrachter zu näherem Studium. Auf ihm dürfte wohl ein Abschnitt aus dem Johannesevangelium niedergeschrieben sein, der einem alten Messbuch entnommen ist. Der alles vernichtende Zahn der Zeit ist auch an diesem kostbaren Werk unseres Archivs nicht spurlos vorübergegangen. Auf Weisung des Staatsarchivs haben wir uns entschließen müssen, das Buch neu binden zu lassen, um seiner weiteren Zerstörung vorzubeugen und die wertvollen Eintragungen zu schützen. Bei diesem nicht leicht fallenden Entschluss wurde einem die große Bedeutung der Kirchenbücher wieder einmal so recht deutlich. Sie reden von Geburt und Tod unserer Vorfahren. Sie sprechen von Kinderreichtum und Kindersterblichkeit, von Krankheitserscheinungen, von erbgesunden und erbkranken Familien. Sie künden von Auswandern alter Familien nach Jugoslawien, Rußland und Amerika und vom Zuzug fremder und schon lange als alteingesessen geltender Bewohner in unserer Gemeinde. Nicht zuletzt sind unsere Kirchenbücher Bücher der Kirche, Dokumente für den christlichen Glauben unserer Väter, die ihr Leben aus ihm heraus gestalten und in ihm Kraft und Trost fanden. Als Zeugnisse des lutherischen Bekenntnisses unserer Gemeinde sind die Kirchenbücher Mahner für die Gegenwart und Wegweiser für die Zukunft: "Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen".
Das Wort gilt nicht nur für jeden deutschen Handwerker und Bauern von Ehre, der den Hof oder das Geschäft seiner Väter zu erhalten hat als teures Vermächtnis, das gilt uns allen für das uns überlieferte Glaubensgut, das heilige Evangelium Jesu Christi, das Wort Gottes, so wie es uns Luther neu sehen und verstehen gelehrt hat. Von diesem allen sprechen die Schriftstücke unseres Pfarrarchivs in unüberhörbarer Deutlichkeit.
Daneben sind sie auch für manche andere zeitgeschichtliche gebundene Vorgänge und Anschauungen eine wertvolle Fundgrube.
So fanden wir bei der Loslösung des Einbandes unseres ältesten Kirchenbuches auf einigen zu seiner Herstellung verwandten Blättern folgende interessanten Ratschläge für Gartenbesitzer, Obstbauern, Förster und Heilkundige, die wir unseren Lesern zur Prüfung vorenthalten, aber zur Befolgung nicht immer empfehlen möchten.
 
Für Gärtner und Öbstner
Wen der Mond ohne Hindernis steht im (astronomischen Zeichen) und im guten Schein soll man allerlei Samen aussäen. Im zunemen hart Getreid in trocken Acker. Im abnehmen Sommerkorn, Erbes, Bonen, Linsen und weiches Getreid oder Samen so von Natur feucht, da auch feuchte Ecker mit besäen am bequemsten und glückseligsten Obst das lange bleiben soll, muß man brechen nach Egidi im Abnehmen des Mons nach Mitternacht vor der Sonne Aufgang im Anfang des Tages wenn der Mon ist im (astronomisches Zeichen). Dann zu der Zeit ist keine Geylheit oder übrige Feuchtigkeit in allen Früchten und Gewächsen der Erde so ein Ursach der Fäulung und Putrefaction zu sein pflegt.
 
Für Förster und Waldleut
 
1.)Holtz das gehauen oder gefeilt wird zwischen Johannis und Lucie im abnehmenden Mon und letzten Viertel ist am besten und verhaftesten zu einem Bau, den in dem Holz wächst kein Ungeziefer, es wird nit wurmstichig, faulet nit bald, währet am allerlengsten aus Ursach daß um diese Zeit samt dem Mondlicht der Tag abnimmt daher auch die Feuchtigkeit des Holzes necessario allgemach vergehen muß, davon es wurmstichig wird und verfaulet.
2.)Holtz das zum Brennen oder Feuer gehört und bald wieder ausschlagen und wachsen soll muß ,amm hauen und fellen im ersten Viertel deß Monds es stehe nun der Mond in wes Zeichen er wolle so er nur über der Erden und im zulegen ist
 
Egidius =1. September
Puterfaction = Morsch sein
necessario = notwendig

 
Zu und nach Verricht und des Aderlasses und Schröpfens zu erkundigen die innerlichen Gebrechen deß Leibs und guter Gesundheit ist auf nachfolgenden Regeln zu merken
 
So das Blut ist:
Schön roth mit wenig Wasser oben verdeckt , gute Gesundheit
Roth und schaumig , bedeuten viel Geblüts
Roth Blut mit einem schwarzen Ring , Hauptwehe
Schwartz Blut mit Wasser untersetzt , Wassersucht
Schwarzes Blut mit Wasser oben oberschwemmt , Fieber
Schwartz Blut mit einem rothen Ring , das Gicht und Zipperle
Schwartz und schäumig oder eyterig , böse Feuchtigkeiten und kalte melancholische Flüß
Weiß Blut , ist ein Zeichen von zeher Feuchtigkeiten und Verschleimungen.
Weiß und schäumig , zuviel pituitae, dicke Feuchtigkeit und Flüß
Blau (blau) Blute , Wehe zum Miltzen oder Melancholey sampt bösen Feuchtigkeiten
Grün Blut , Wehe am Hertzen oder ein hitzige Gall
Gelb oder bleich Blut zeigt an , Wehe an der Leber oder Aufstoßung der Gall
Gelb und schäumig , ist ein Bedeutung zu viel Hertzwasser
Ganz wässerig Blut , bedeutet ein schwache Leber oder daß der Magen mit Trank überladen
Dick hart und zehes Blut , ist ein Anzeichen des Leibs Verstopfung oder Melancholey
Melancholey = Schwermütigkeit pituita = Schleim, Schnupfen
Dieser Text stammt aus der Zeit vor dem Dreßigjährigen Krieg. Er wurde im Einband des Kirchenbuches von 1669 von Fränkisch Crumbach i.O gefunden. >> Nach oben

 

 
1.Generation

 
Im eingangs erwähnten Kirchenbuch ist auf Seite 98 folgendes vermerkt:
"Anno 1663 den 23. Juni Albert Vollradt (es) Witttman von Erlau mit Anna des Jacob Wassenmüller zu Beerfurth ehelich leibliche Tochter copuliert worden"
 
Es ist dies, der erste Eintrag der von unserer Familie in Kirchenbüchern gefunden wurde.
Leider gibt es keinen Hinweis auf den Tag der Geburt, auf den Geburtsort und wer seine Mutter oder sein Vater war.
Da er als Witwer bezeichnet wurde, kann davon ausgegangen werden, dass dies seine zweite Ehe war. Namen der ersten Ehefrau fehlt ebenfalls.
Albert Vollradt ist wahrscheinlich vor 1635 geb. worden. Das heißt, sein Geburtsdatum liegt in den "Wirren des Dreißigjährigen Krieges. (1618 -1648)".
 
Schon ein Jahr später, also 1664, wurde im Kirchenbuch von Fränkisch Crumbach zum ersten Mal die Geburt eines Ahnen der Familie Vollrath protokolliert. Dieser war der Stammvater der 2. Generation.
 
"Anno 1664 Domini I. Trinitate (12.06.1664) ist Albert Vollradtes und Anna seiner Ehefrau zu Erbach junger Sohn getauft und Johann Henrich genannt worden. Hans Eckstein von Gumpen und Heinrich Vetter von Frohnhofen waren Gevatter Und 1665 kam der zweite Sohn zur Welt. In dieser Urkunde wird der Name Vollrath , so wie heute geschrieben VOLLRATH.
 
Anno 1665 den 24 ten August ist Albert (en) Vollrathes von Erlau und seiner Haußfrauen Anna ein junger Sohn getauft und Nicolaus genannt worden. Nicolaus Wassenmüller von Eberbach war Gevatter.

 
Ein Mädchen Eva und zwei weitere Söhne Johann Jakob und Johann Leonhard vervollständigten die Familie. Eva heiratet Bernhard Trautmann. Ein Sohn starb als Kind, vom zweiten Sohn ist eine Eheschließung und sein Verbleib nicht bekannt.
 
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2.Generation
 
Der erste Sohn von Albert Vollradt, Johann Henrich Vollradt heiratete am 16.4.1684 in Reichelsheim Anna Margarethe Reipold. Er war 1687 Kuhhirte zu Pfaffen-Beerfurth und 1704 zu Eberbach. In der Karteikarte in Fränkisch Crumbach (Abschriften von Kirchenbüchern) wird als Beruf Schuster angegeben. So sieht eine Original Kirchenbuchseite aus. Papier war offensichtlich ein kostbares Gut, deshalb wurden so viele Copulationen (Ehen) auf einer Seite vermerkt. Der Heiratseintrag Johann Henrich Vollradt ist auch dabei. Aber wo?
 
"zu Ober-Osten 16. April Johann Henrich, weyland Albert Vollradt gewesenener Gemeinsmann zu Gersprenz und Anna Margretha, Hanß Reipold Ober-Osterne letige Tochter" Seine Frau brachte einen unehelichen Sohn Johannes, mit in die Ehe, der von seinem Stiefvater adoptiert wurde und den Namen Vollrath bekam. Der eheliche Sohn Johann Georg geb. 27.05.1687 war der Stammvater der 3. Generation.
 
Der Beruf eines Kuhhirten war damals gefährlich, wie der Todeseintrag von Johann Henrich Vollrath, im Kirchenbuch zeigt. Der Eintrag wurde vom Pfarrer mit einem Sühnekreuz versehen und mit NB. "Nota bene" gekennzeichnet.
 

 

"Hanß Henrich Vollrath aus Eberbach gestorben des 22 7bris (September) einem Nachtdieb tot eingedrungenes geschoß, begraben des 24.ten aetatis (Alter) 40 Jahre"
 
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3.Generation
 
Johann Georg Vollrath heiratet 29.10.1711 in I. Ehe Elisabeth Katharina Villhard und in II. Ehe am 10.01.1732. Anna Barbara Lang Er war Leineweber und Gemeinsmann zu Böllstein.
Insgesamt 6 Kinder wurden den Eheleuten geschenkt. Zwei Söhne wurden tot geboren. Eine Tochter stirbt im Alter von 3 Jahren. Elisabeth Catharina geb. 07.12.1724 heiratet Johann Georg Scherer. Johannes geb. 27.06.1721 ist der Stammvater der 4. Generation. Von dem weiteren Sohn Johann Philipp geb. 212.09.1714 ist eine Eheschließung und der Verbleib nicht bekannt.
 

 
4.Generation
 
Johannes Vollrath heiratet am 21.07.1745 Anna Margaretha Blumenschein, und nachdem diese am 20.12.1751 starb, heiratete er in II. Ehe am 20.07 1752 ihre Schwester Margretha Blumenschein. Aus den beiden Ehen gingen insgesamt 18 Kinder hervor. 7 davon sind als Kinder verstorben.
Er war 1768 Gemeinsmann zu Groß-Gumpen, ab 1768 Hofbauer auf dem Frohnhof, und kehrte 1777 wieder nach Großgumpen zurück.
Er und nicht zu vergessen, seine beiden Frauen, haben also einen großen Beitrag für die weite Verbreitung der Familie Vollrath geleistet.
 
5 Söhne heirateten und bildeten eigen Familien.
 
Johannes, geb 31.08.1748
Johann Adam, geb. 01.09.1750
Johann Balthasar, geb. 21.09.1754
Johann Adam , geb. 06.12.1756 er ist der Stammvater der 5. Generation
Johann Georg, geb. im August 1761
Georg Heinrich, geb. 04.05.1766
Johann Adam, geb. 02.07.1774
 
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5.Generation
 
Johann Adam Vollrath heiratet 14.09.1783 in erster Ehe Elisabeth Catharina Rausch und am 13.09.1795 in zweiter Ehe Anna Margarethe Fendrich. Er war Kurpfälzischer Soldat und dann Schneidermeister zu Groß-Gumpen.
Vorehelich kam am 19.11.1781 der Stammvater der 6. Generation Johann Georg in Laudenau zu Welt Auch dieser Eintrag ist vom Pfarrer mit "NB" versehen.
Wollte der Pfarrer darauf hinweisen, dass die Tochter des "Kirchenvorstandes der Gemeinde" ein uneheliches Kind bekommen hat?. Zu damaliger Zeit bestimmt eine Sünde.

 
Am 19. November morgens kam Elisabeta Katharina des Johannes Rausch Kirchenvorstand und Gemeinsmann in Laudenau Tochter mit einem unehelichen Kinde nieder, welches den 20ten November in Reichelsheim getauft wurde. Der angegebene Vater ist Johann Adam Vollrath, des Johannes Vollrath, Gemeinsmann in Groß Gumpen, Sohn eines kurpfälzischen Soldat. Vetter war Johann Georg Vollrath. Der Nom gedauften Johannes Vollrath in Groß Gumpen. llediger Sohn Nom Johann Georg"
 
Johann Adam Vollrath geb. 18.05.1788 zog nach Winterkasten. Nachkommen von ihm leben heute noch in Amerika. Von ihnen liegt mir eine ausführliche Dokumentation vor.
 
Wie schwierig die Recherchen in den Kirchenbücher waren, zeigt sich am Beispiel von Laudenau. Ein kleiner Weiler mit damals nur wenigen Höfen. Wie aus dem Büchlein "Praetorius Kirchenbuecher 1939" ersichtlich gehörte er zu mehreren Kirchenspielen. Die Ursache hierfür wird im Internetauftritt der Gemeinde Reichelsheim dargestellt:

"Das Dorf unterhalb der Höhe wird urkundlich im Jahr 1012 zum ersten Mal erwähnt, dürfte jedoch viel früher entstanden sein. Damals nannte man es "Lütenhaha", 1347 "Ludenowe", 1400 "Ludenaw", 1443 "Ludenau", 1561 "Laudenaq uff der Eberbach", im 17. Jahrhundert "Laudenau unter den Bäumen" und ab 1748 Laudenau. Seinen Namen verdankt Laudenau dem rauschenden Bach (lut = lat), der die Aue durchfließt. Von Anfang an war Laudenau dreigeteilt und auch im "Wohnplatzverzeichnis für den Volksstaat Hessen" von 1927 wird unterschieden: Laudenau - das Dorf: Cent Ober-Ramstadt Laudenau unter den Bäumen: Cent Reichenberg/Graf zu Erbach Laudenau-Freiheit: Cent Fränkisch-Crumbach/Rodenstein-Gemmingen .Die Bezeichnung "Freiheit" bedeutet soviel wie "gefreites Gebiet" (Immunität) und gehörte zur Rodensteiner Mark
 
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6.Generation
 
Johann Georg Vollrath heiratet am 23.04. 1805 Anna Margaretha Bauer. Er übernimmt zusammen mit dem Bruder der Ehefrau das Haus Schannenbach, am Weiher 1 und wohnt dort in der rechten Haushälfte.
 
Aus dem Buch "Schannenbach ein Dorf im Odenwald" und "Schannenbach im Odenwald Eine Chronik" ist ersichtlich, dass er und auch seine Nachkommen in die Dorfgemeinschaft einfügten, Sie wurden in den Kirchenbüchern häufig als Beisaß (Bürger mit eingeschränkten Rechten und Pflichten) aufgeführt.
 
Beispielhaft seien genannt:
Georg Vollrath hat eine Feuerleiter angefertigt und erhält 1fl und 58 kr..
 
Auf einem Schuldschein der Gemeinde Schannenbach von 1834 unterschreibt ein Vollrath als Gemeinderath.
 
Der Holzsetzer Georg Vollrath erhält für einen Stecken Holz zu setzen 3 kr. Es war genau festgelegt, wie groß ein Stecken ist. Der Holzsetzer wurde für seine Tätigkeit verpflichtet. Er hatte eine hervorgehobene Position.
 
Georg Vollrath II lieferte Steine und anderes Baumaterial für das erste Schulhaus Er arbeitet auch 2 Tage mit. Die Schule wurde mit einer Glocke versehen. Er war auch eine Zeit lang für das um elf und zwölf Uhr läuten zuständig und erhielt dafür 5 Gulden pro Jahr.
 
Sie waren Mitglieder der Feuerwehr. Johannes Vollrath war 1891 Kommandant der im gleichen Jahr gegründeten Pflichtfeuerwehr.
 
Herr Kredel hat Folgendes in seinen Aufzeichnungen vermerkt.
"Bei einem Brand in Knoden in der Nacht vom 14. auf den 15. Februar 1832 werden den Ortsbürgern von Schannenbach Peter Rettig, Philipp Rettig und Georg Vollrath ihre Feuereimer entwendet. Laut Großherzoglichem Landrath muß die Heimatgemeinde der entwendeten diese Feuereimer wieder anschaffen Kosten 3 fl 54 kr."
 
Johannes Vollrath war Soldat im "Deutschen Krieg 1866" gegen Preußen und im Deutsch/Französischen Krieg" 1879/1 Musketier.
Mitkämpfer in den Schlachten von Vionville - Mars - la Tour am 16. August, Gravelotte am 18. August und bei der Belagerung on Metz, das am 27. Oktober 1870 kapitulierte. Erhält im Dezember 1871 die "Kriegsdenkmünze"
 

 

 

 

 

 
Johannes V. war 1885 als "Brod und Weckverkäufer" Hausierer unterwegs. 1847 wurde die Ausgabe von Broten nur gegen Quittung vorgenommen. Nachstehend ein Auszug aus der Brotverteilerliste
 
Kopie aus dem Buch "Ein Dorf im Odenwald Schannenbach"
 

 

 

 

 

 

 

 
Auch mit einem Heimatschein war jemand unterwegs:
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Aber es mussten auch Steuern bezahlt werden. Georg Vollrath, 1824 Steuerkapital 43 ¾ fl, Steur für 1 Jahr 3 fl und 12 kr
 

 
Mit nachstehender Heiratsurkunde beginnt also die Vollrathszeit in Schannenbach. Jetzt wechselt auch die Art der Einträge in den Kirchenbüchern. Papier war offensichtlich nicht mehr ein kostbares Gut. Auf einer Seite manchmal auch auf zwei (bei vorehelichen Kindern) wurde ausführlich die Geburt, die Heirat und auch die Todesanzeige protokolliert. Damit wurde die Arbeit eines Familienforschers nicht unbedingt erleichtert.
 
"Im Jahre Christi Eintausend achthundert und fünf wurden am dreiundzwanzigsten Juni nach dreymaliger amtlicher Vorankündigung auf drey nacheinander folgenden Sonntagen und daraufhin nicht erfolgtem Einwand in der reformierten Pfarrkirche zu Lindenfels ehelich eingesegnet: Johann Georg Vollrath Beisaß und Tagelöhner zu Schandenbach reformierter Confession und wohnhaft im Hauße No. 3 daselbst, des Bürgers und Schneidermeister zu Lindenfels Adam Vollrath ehelich lediger Sohn und mit ihm Margaretha Bauer (in) von Schandenbach aus dem Hause No 2 daselbst reformierter Confession des Bürgers und Schuhmacher Johann Georg Bauer ledige Tochter"
 
Die beiden hatten drei Söhne
Johann Peter geb. 06.11.1831 Er führt ein "liederliches Leben" in Schannenbach. Nachkommen von ihm gibt es in Schannenbach nicht
Johann Georg IIgeb. 23.10.1807 Er war der Stammvater der 8. Generation.
Johann Adam geb. 31.08.1809 heiratete in Fürth bleibt aber Einwohner von Schannenbach.

 
1810 stirbt die Ehefrau. Im Sterbeprotokoll wird der Johann Adam Vollrath (Schwiegervater) als Ehemann genannt.
"35Anna Margaretha Vollrath(in) geboren Bauer(in) von Schannenbach Im Jahre Christi Eintausend achthundert und zehn den zwanzigsten Februar abends fünf Uhr, starb zu Schannenbach, Anna Margaretha Vollrath (in) geborene Bauer(in) des Johann Adam Vollrath Bürgers und Schneidermeister daselbst seine Ehefrau reformierter Religion, alt dreiunddreißig Jahr vier Monat und achtundzwanzig Tag und wurde den zweyundzwanzigsten des nahmlichen Monats, Nachmittags um zwey Uhr, christlichen Gebrauchens zu Erde bestatte. In Gegenwart Johann Philipp Schächter reformierter Sch ullemans in Lindenfels und Johann Georg Volz Gladiarius (Klingenschmied) von Schlierbach welche gegenwärtiges Protokoll nebst mir dem dann Pfarrer unterschrieben und unterschrieben haben."
 
Da diese Urkunde in Schlierbach gefertigt wurde ist sie wahrscheinlich auch dort bestattet worden
In Schlierbach gibt es eine Besonderheit auf dem Friedhof.: Nachstehend Auszüge aus der entsprechenden Web-Seite.
Doch auf der Sandsteinmauer des Gottesackers finden zumindest all jene, die nicht nur den weltlichen Freuden frönen, den Hinweis, dass sich hinter diesem eisernen Tor etwas Besonderes befindet: Grabsteinstickel, einfache weiß lackierte Holzbretter, deren einziger Schmuck ein aufgemalter Blumentopf ist, unter dem "Hier ruht in Frieden" nebst Namen, Herkunftsort und Todesjahr geschrieben ist. Auch die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in Schlierbach, obwohl Mitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), hat ihre traditionellen Wurzeln bewahrt. Die kleine Kirche auf dem Friedhof weist Ursprünge aus dem Jahr 1000 auf, ihre schlichte Sachlichkeit stammt jedoch aus einem Umbau Mitte des 19. Jahrhunderts. Getreu dem Gebot "Du sollst Dir kein Zeichen machen" ist keine Ausmalung, keine Kerze, kein Kreuz in ihr zu finden. "Unser einziger Schmuck ist das Wort Gottes."
Und da die Calvinisten das Kreuz nicht als Zeichen des Glaubens hervorheben, haben die Grabstätten einfache Stickel geziert. "Die Leute in unseren Tälern warn nicht reich, so ist es vermutlich auch ein Zeichen von Armut gewesen, dass diese verzierten Holzlatten als Grabschmuck dienten", weiß der Seelsorger. Der zudem daran erinnert, "dass die Toten einst auf Brettern aufgebahrt wurden, das danach mehr oder weniger kunstvoll bearbeitet und bemalt wurde
Dreieinigkeit als Blüten
"Früher hat man erkennen können, von welchem Schreiner die Stickel stammen. Jeder hatte seine Handschrift", erinnert sich der Pfarrer. Heute ist nur mehr Meister Friedrich Hartmann übrig geblieben, der das "Schlierbacher Totenbrett" fertigt und auch mit einem Blumentopf bemalt, der drei Blüten enthält, die die Dreieinigkeit symbolisieren. Die Luftwurzeln, die aus ihm herausquellen, stehen für das ewige Leben

 
Die zweite Ehefrau war Anna Barbara Grieser die er am 16.09.1810 geheiratet. Aus dieser Ehe gingen 4 Kinder hervor. Ein Töchterchen wurde tot geboren Zwei Söhne starben als Kinder.
 
Georg Adamgeb.: 22.08.1811 heiratete 20.01.1839 Anna Katharina Weimar aus Brandau und wird dort am 01.07.1839 Ortsbürger.
 
Am 11.03.1819 Eva Elisabeth, eine uneheliche Tochter, Mutter Eva Elisabeth Höfele geboren.
 
Seine dritte Ehefrau war Anna Elisabetha Heißt heiratete Johann Georg Vollrath am 05.08.1821.
 
Außerehelich hatten sie eine Tochter Agnesia, die dreimal verheiratet war.
Katharina Barbara geb. 24.07.1822 hatte ein uneheliches Kind und heiratete am 19.05.1844 Adam Vetter aus Glattbach
Ein Sohn starb als Kleinkind.
 
Die vierte Ehe, die am 19.08.1827 mit Eva Katharina Bauer geschlossen wurde, blieb kinderlos. Sie war die Schwester der ersten Ehefrau.
 
Nach deren Tod seiner vierten Ehefrau wohnte er mit Eva Elisabetha Lautenschläger Wwe des Carl Christian Wiener aus Gadernheim zusammen. Johann Georg unterschreibt ihren Sterbeeintrag.
 
Die Mutter der ersten und zweiten Ehefrau von Johann Georg V. ist direkte Abkommen der Familie Christ. Die um 1650 von Schiers Prättigau Schweiz nach Schannenbach eingewandert sind. Sie waren Calvinisten.
 

 

 
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7.Generation
 
Johann Georg Vollrath II. Ortsbürger und Maurer heiratete am 17.03.1839 in Gronau Eva Reinhard aus Glattbach.
 
"Seite (3)20 1839
Johann Georg Vollrath, Eva Reinhard
Im Jahre Christ achtzehnhundertneununddreißig den fünfzehnten März wurde nach ordnungsmäßig geschehener Proklamation in der Kirche dafür und zu Schlierbach auf Beibringung der Standrechtlichen und Landgerichtlichen Bescheinigungen, dass formal hinsichtlich der bürgerlichen als der privatrechtlichen Verhältnisse der Vollziehung der Ehe keine Hindernisse im Wege steht und gewahrten kanonischen (kirchenrechtlichen) Erfordernisse und mit Einwilligung des Vaters des Bräutigams getraut und ehelich eingesegnet. Johann Georg Vollrath, des Johann Georg Vollrath Ortsbürger und Maurermeister der zu dieser Pfarrei gehörigen Filial Schannenbach mit weiland Anna Margarethe gebohrene Bauer ehelich erzeugter lediger Sohn neu angehender Ortsbürger daselbst alt einunddreißig Jahr und Eva Reinhard weiland Leonhard Reinhard gewesener Ortsbürger und Müller zu Glattbach Landgerichtlich Fürth und weiland Henriette geborhene Rettig ehelich erzeugte ledige Tochter alt zweiundzwanzig Jahr. Zeugen waren
Johann Georg Vollrath Vater des Bräutigams und
Peter Reinig Ortsbürger und zu Knoden Landgericht Fürth.
Welche gegenwärtiges Protokoll nebst mir, dem Pfarrer, der die Copulation verrichtet unterschrieben."

 
5 Söhne und ein Mädchen wurden geboren.. Der erste Sohn Johann Georg starb noch als Kind.
Johann Georg geb. 29.03.1841 ist der Stammvater der 8. Generation
Johannes geb. 04.08.1843 war zweimal verheiratet. Er starb 1938 in Schannenbach, hinterließ aber keine Nachkommen.
Katharina geb. 29.10.1845 heiratete am 14.01.1866 Adam Baumunk III aus Reichenbach.
Johann Adam geb : 10.01.1849 heiratet 29.09.1872 Anna Elisabeth Keil aus Bockenrod. Er wird Schmied zu Bockenrod

 
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8.Generation
 
Johann Georg heiratet am 10.07.1869 Wilhelmine Mößinger in Zell. Er verlässt Schannenbach und zieht nach Zell. und von dort weiter nach Bensheim.. Die Ahnenreihe von Wilhelmine Mößinger konnte bis 13.01.1686 zurückverfolgt werden. An diesem Tag heiratet Hans Adam Messinger aus Erbach Catharina Kaltwasser, deren Vater Hans Kaltwasser aus Hochstädten kommt, in Auerbach.
 
Seite 613 1869
Georg Vollrath und Wilhelmine Mößinger zu Schandenbach Im Jahre achtzehnhundertundneunundsechzig den zehnten Juli wurden mit Bescheinigung des Gr. Landgerichts Fürth-Zwingenberg in privatrechtlichen und nach Beiziehung nach Wahrung der kanonischen Erfordernisse wegen Ergänzung mit unehelichem Kind ohne Proklamation in hiesiger Kirche ehelich getraut und eingesegnet: Georg Vollrath III unverheirateter Sohn des Georg Vollrath II Bürger und Kleinbauer in Schannenbach und seiner Ehefrau Eva geb. Reinhard, achtundzwanzig Jahre alt. und Wilhelmine Mößinger unverheiratete Tochter des Philip Mößinger II Bürger in hiesiger Filial Zell und seiner Ehefrau Maria geborene Wolf, dreiundzwanzig Jahre alt, womit das am 28.7.1867 (1857 im Kirchenbuch dürfte falsch sein) von beiden erzeugte Kind Elisabeth legitimiert wird.
Im Beisein des Vaters des Bräutigams und des Peter Mößinger II Bürger zu Zell nebst mir dem Pfarrer, der kopulierte, unterzeichnet

 
Aus dieser Ehe gingen 11 Kinder 8 Mädchen und 3 Söhne hervor.
Elisabeth geb. 28.11.1867 in Zell heiratet am 31.12.1892 in Mannheim Georg Appel der aus Schlierbach kommt, und zieht nach Mannheim Lindenhof 60. Sie hat vier Kinder. Elisabeth stirbt am 01.02.1948 in Käfertal.
 
Minna geb. 22.03.1870 in Zell heiratet am 31.12.1901 in Frankfurt/M Carl Friedrich Stumpf. Am 02.09.1908 in Frankfurt/M Carl Valentin Bilz in dritter Ehe heiratet sie am 20.12.1920 Hermann Heinrich Jung in Frankfurt a.M. Minna stirbt am 24.02.1938 in Frankfurt/M.
 
Adam geb. 12.07.1872 in Zell heiratet am 09.02.1895 in Wetzlar Katharina Hofmann. Aus dieser Ehe sind zwei Kinder bekannt. Am 18.03.1899 heiratet er in Karlsruhe Katharina Gauss. Er wohnt immer wieder in Bensheim
 
Margaretha geb. 05.08.1874 in Zell heiratete am 22.06.1901 in Auerbach Georg Drescher Sie stirbt am 17.12.1939 in Heppenheim
 
Eva geb. 30.08.1876 in Zell heiratet am 24.09.1903 in Seckenheim Josef Rainero. Sie stirbt am 27.09.1910 in Bensheim
 
Mari geb. 12.02.1879 in Zell heiratet am 11.05.1907 in Bensheim Michael Johann Schader in Bensheim. Sie stirbt am 25.06.1944 in Bensheim
 
Katharina geb. 07.03.1881 in Zell heiratet am 27.06.1903 in Heilbronn Christian Haussler Schuhmacher in Heilbronn. Sie stirbt am 16.11.1937 in Heilbronn
 
Johann Peter geb. 19.06.1883 in Bensheim ist der Stammvater der 9. Generation. Er stirbt am 10.02.1915 in Souain-Perthes-lès-Hurlus - Baraque
 
Wilhelm geb. 26.01.1885 in Bensheim heiratet am 29.12.1913 in Bensheim Susanna Grün. Er stirbt am 8.12.1816 den Heldentod in Frankreich.
 
Georg geb. 01.07.1886 in Bensheim Er stirbt am 20.07.1886
 
Anna Margaretha geb. 28.11.1887 in Bensheim heiratet am 03.11.1907 in Zell Johann Schmitt. Sie stirbt am 27.12.1924 in Bensheim
 
Vor der Heirat hatte Johann Georg noch ein uneheliches Tochter mit Barbara Müller aus Schannenbach. Ihr Name war Agnesia Müller geb. 05.04.1861. Sie wächst in Schlierbach auf und heiratetam 06.09.1890 in Worrms Karl Konrad Lamelye Sie stirbt am 02.03.1942 in Leiselheim
 

 
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9.Generation
 
Johann Peter VOLLRATH zog 1907 von Bensheim nach Mannheim in die Gärtnerstraße 49a. Wo er vor 1907 gewohnt hat, konnte nicht geklärt werden. Er arbeitet als Zementeur. Am 2. 11 1907 heiratet er die Arbeiterin Ilona Gertrud Auguste Hahn. Sie wurde am 28.01.1881 Dimbach geboren. Wenn sie nach Mannheim gezogen ist, konnte nicht ermittelt werden. Weder in den Adressbüchern von Mannheim noch in der Heiratsurkunde sind entsprechende Hinweise zu finden.
 
Von den beiden gibt es das erste Hochzeitfoto.
 

 
Aber schon am 13.04.1908 ziehen sie wieder nach Bensheim in die Gerbergasse 19.
 
Johann Peter Vollrath" starb in Frankreich am 10.2.1915 den Heldentod fürs Vaterland . Der Gefallene stand als Landwehrmann in dem 1. Königlichen Landwehr Infanterie Register Nr 116" so ist es im Familienregister des Standesamtes Bensheim zu lesen.
 

 
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Das Haus in Schannenbach
Herrn Kredel hat die Geschichte des Hauses Am Weiher 1 bzw. im Ort 2, in Schannenbach nachvollzogen Nachstehend wird der Originaltext den er uns freundlicherweise überlassen hat, wiedergegeben.
 
Die Familie Vollrath hat in diesem Haus von 1807 - 1939 gewohnt. Von Johannes Vollrath der zuletzt dort gewohnt hat gab es keine Nachkommen. Seit seinem Tod 1938 wohnen keine weiteren Nachkommen von Johann Georg Vollrath I in Schannenbach.
 
Links das Haus am Weiher 1, rechts Gasthaus und Pension "zum Odenwald" Krehenbergstr. 5/2 -Aufnahme vor 1950-
 
Ursprünglich die Hofraithe der Clesgens Hube
 
An dieser Stelle stand, m.E., das erste Anwesen der Clausgens Hube, eines der ersten 3 Häuser von Schannenbach überhaupt
 
Um 1568
WALTZER Jacob und vor ihm alle Besitzer der Clausgen Hube. Hat 1568 "1 behausung und fünf virtt an Clesgens hub und quitter" Der Ort ist in diesem Jahr 4 Häuser groß.
 
1574-1599
SCHARMANN Nicolaus aus Güttersbach ist als Nachfolger des Jacob WALTZER auf der Clausgens Hube genannt. Er heiratet am 7.3.1574 die Wwe Margretha, die Tochter des Adam JACOB zu Schannenbach .Nicokaus Scharmann stirbt im März 1599
 
1600-
JOHE Veltin aus Breitenwiesen heiratet am 28.4.1600 Margreth die Wwe. Des Nicolaus SCHARMANN Er ist 1613 als Hübner auf der Clausgens Hube genannt
 
Veltin JOHE oder schon Nicolaus SCHARMANN hat dann (vor 1613) die neue Hofraithe der Clausgens Hube "Am Weiher 4" erbaut und den Wohnsitz der Hübner nach dort verlegt. Wer dann dieses Haus hier weiter bewohnt oder besitzt, lässt sich derzeit nicht sagen. Fest steht nur, dass es nach 1613, im 30-jährigen Krieg verfällt oder zerstört wird. Oder den nachfolgenden französischen Erbfolge-Kriegen zum Opfer fällt und vor 1719 nicht wieder aufgebaut wird. Dann im Jahre 1719 vermacht der Hübner auf der Claußgens Hube, Peter Christ d.J. seinem zukünftigen Schwiegersohn Samuel DEGENHARDT hier "Einen blätz oder alte Keller genannt zu einem Böugen (kleinen Gebäude) mehr ein löbgen wießen in der Buchwieß genannt ferner noch Ein sticklein wießen in der Krömers wießen genann ob gemelte wießen liegen bey jetziger Zeit noch wüst".
 
1720-1748
DEGENHARDT Johann Samuel aus Reichenbach heiratet am 21.11.1719 Anna Barbara CHRIST, Tochter des Peter CHRIST d.J. aus Am Weiher 4. Laut Ehevertrag vom 12. 8bris (Okt.) 1779 erhält das junge Paar von ihrem Vater dieses "Trümmer-Grundstück" zu einem Hausplatz und errichtet das bis um 1965 hier stehende Wohnhaus
 
1742-1748
WINKLER Hanß GÖRG, Wagner aus Erlenbach, verheiratet mit Eva Katharina geb. RETTIG, schen seit 1732 in Schannenbach pachtet mit Datum vom 24. Juni 1742 von Johann Samuel DEGENHARDT das Huas, die zwei Wiesen, den Garten und alles was bisher in Besitz gehabt hat auf die Dauer von 6 Jahren. Die DEGENHARDT behalten jedoch Wohnung im Haus.
 
1748-1768
BAUER Peter aus ? verheiratet mit Anna Barbara, geb.?, ein Vetter von Johann Samuel DEGENHARDT, erwirbt von diesem mit Datum vom 1.März 1748 dessen "Heißlein sambt garthen und zwei stiecklein wießen"
 
1768-1807
BAUER Johann Georg, Schuhmachermeister, heiratet am 1. Juni 1768 Anna Catharina CHRIST aus am Weiher 4. Er übernimmt mit Datum vom 21. April 1768 von seinem Vater Peter BAUER das Heißlein sambt garthen und zwei stiecklein wießen"
 
Von 1807 bis 1880 ist dieses Haus zweigeteilt, so dass eine Familie die Seite links und die andere die Seite rechts der Haustüre zu Eigentum hat. Auch zwei Hausnummern gibt es, während dieser Zeit für dieses eine Haus.
1807 - 1843
BAUER Johann Peter, Schuhmachermeister, heiratet am 22. Nov. 1807 Anna Barbara WÖLFLE aus Lindenfels
1807 - 1841
VOLLRATH Johann Georg I, Maurer aus Lindenfels, verheiratet seit 23. Juni 1805 mit Anna Margarethe BAUER

 
Übernehmen gemeinsam zu gleichen Teilen, mit Datum vom 8. Oktober 1807, vom Vater bzw. Schwiegervater Johann Georg BAUER das Wohnhaus, Schweineställe, Backofen, Wiesen und Feld um es gemeinschaftlich zu gebrauchen.
 
Heiratet als Wwer. In II. Ehe am 5. Febr. 1822 Anna Elisabeth PFEIFFER aus Knoden.
Er ist verpflichteter "Polizeidiener" in Schannenbach
Ist um 1843 Haus Nr 5

 
1843-1866
BAUER Bartholomäus, noch ledig, übernimmt mit Datum vom 12. Juni 1843 von seinem Vater Johann Peter BAUER, dessen Hofraithe, zwei Wiesn und den Grabgarten. Er heiratet am 12. Sept. 1844 Anna Barbara GRIESER aus Schlierbach. Seit dem Tode seines Vaters, 1844, ist er verpflichteter "Polizeidiener" von Schannenbach bis 1883. Er verkauft 1866 deine Hälfte an dem Haus an den noch ledigen Johann Barthol. PFEIFFER und erwirbt die Hofraithe Krehenbergstr. 120
 
1866-1880
PFEIFER Joh. Bartholomäus. Ledig, aus Gronauerstr. 4 wir 1866 als Besitzer des Hauses Nr. 5 genannt. Er hat diese Haushälfte von Barthol. Bauer käuflich erworben. Er heiratet am 10. Okt. 1860 Anna Katharina KREDEL aus Schlierbach. Im März 1871 stirbt er an Typhus im Lazarett in Corbeil in Frankreich
Heiratet als Wwer. In II Ehe am 16. Sept. 1810 Anna Barbara GRIESER aus Schlierbach, in II Ehe am 5. Aug. 1821 Anna Elisabetha HEIST von da und in IV Ehe am 19.Aug. 1827 Eva Katharina BAUER seine I. Ehefrau Schwester
 
Ist um 1843 Haus Nr 5 ½
VOLLRATH Johann Georg II, heiratet am 17.3.1839 Eva REINHARD aus Glattbach. Er übernimmt 1841 von seinem Vater Johann Georg VOLLRATH I. dessen halbes Haus.
 
VOLLRATH Johannes heiratet am 9. März 1870 Katharina SCHÄFER aus Gronau. Er wird 1871 als Besitzer des Hause Nr. 5 ½ genannt. .Er hat 1870 diese Haushälfte von seinem Vater Johann Georg VOLLRATH II II. übernommen.

 
1866-1880
VOLLRATH Johannes, Eigentümer der Haushälfte Nr. 5 ½ wird 1880 auch als Eigentümer der Hauschäfte Nr. 5 genannt. Er hat die 2. Haushälfte wohl aus dem Nachlass von der im Oktober 1879 verstorbenen Wwe. Des Johann Batholömäus PFEIFFER, Anna Katharina KREDL erworben und ist somit nun alleiniger Besitzer des gesamten Hauses.
Er heiratet am 15. Juli 1894 in II. Ehe Katharina HOFMANN aus Lautenweschnitz, die Wwe des Franz Peter SCHMITT in Lörzebach
1874 baut Johannes Vollrath eine Scheuer und einen Backofen auf dem Hausgrundstück. Der Bauplan ist noch erhalten.

 
1909-1943
PFEIFER Peter IV., Schreinermeister aus Knoden, heiratet am 13. Jan 1910 Anna Regina RETTIG aus Breitenwiesen. Er erwirbt 1909 von Johannes Vollrath "das Sach" In der Stube links von der Haustüre richtet er sich eine Schreinerei ein. Im Jahre 1928 baut er hierfür, gegenüber dem Haus, eine separate Werkstatt. Johannes VOLLRATH hat unter dem Dach seine Auszugswohnung.
 
(Hube, Hofraithe = Bauernhof, Hübner = Bauer)
 

 
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